Die Stadt Barcelona

Nur wenige Städte in Europa sind so vielseitig wie die zweitgrösste Stadt von Spanien. In Barcelona kann man die unterschiedlichsten Arten von Ferien verbringen. In den nahe gelegenen Pyrenäen wandern, die kulturellen Highlights der Stadt erkunden, oder einfach Badeferien am feinen Sandstrand verbringen ? für jeden Geschmack ist etwas dabei. An dieser Stelle möchten wir ihnen die Stadt in Form eines Reiseberichtes ein bisschen näher bringen. Viel Spass beim Lesen.

Der Urlaub beginnt bekanntlich lange vor der Abreise. Dies gilt im Zeitalter des Internet ganz besonders. Diverse Internetseiten und Blogs beschäftigen sich mit der katalonischen Hauptstadt. Virtuell die Sehenswürdigkeiten von Barcelona erkunden oder kurz Informationen über Ausflugsmöglichkeiten in der näheren Umgebung einholen ist kein Problem. Ebenso schnell ist das Ticket für die Oper, oder das Fussballspiel des FC Barcelona gebucht, ohne sich auch nur vom Schreibtisch wegzubewegen. Was für ein gesegnetes Zeitalter. Eine Stadt erkunden ohne überhaupt einen Fuss in dieselbe gesetzt zu haben? Naja wirklich vergleichbar ist ein Bild der Sagrada Familia nicht mit dem Eindruck den man als Tourist vor Ort erhält. Doch viel Administratives wird einem heute erleichtert. Statt mühsam ins Reisebüro zu gehen um sich einige Angebote rausschreiben zu lassen kann man heute ganz bequem mit diversen Vergleichportalen die verschiedenen Angebote der Fluggesellschaften und die Preise der Hotels vergleichen. In wenigen Senkunden kann man so nicht nur eine Menge Geld sparen sondern sich auch eine ganz persönliche Kombination zusammen stellen lassen. Selbstverständlich kann man nach wie vor eine Städtereise nach Barcelona im Reisebüro buchen. Doch die Vorteile des Internet sollte man nicht unterschätzen.

Preiswert nach Barcelona reisen

Städtereise sind grundsätzlich ziemlich teuer. Was man für einen Städtetrip könnte man oftmals ebenso gut in eine Woche am an einem Badeort verwenden. Ein verlängertes Wochenende kostet schnell einmal 300, 400 Euro. Doch wer sich ein bisschen Zeit nimmt und bereit ist einige Abstriche in Kauf zu nehmen, der wird für deutlich weniger Geld nach Barcelona reisen. Grundsätzlich gibt es bei einer Reise nach Barcelona zwei grosse Ausgabeposten. Zum einen ist dies der Hin- und Rückflug, zum anderen die Übernachtungskosten vor Ort. Gerade die Preise für ein Flugticket variieren sehr stark. Wer bereit ist auch zu Randzeiten am frühen Morgen oder späten Abend zu reisen und nicht allzu viel Wert darauf legt an einem bestimmten Datum zu reisen kann schon eine Menge Geld sparen. Wer nun noch die Angebote der verschiedenen Fluggesellschaften vergleicht, der wird mit Sicherheit ein sehr gutes Angebot finden. Am einfachsten vergleicht man die Angebote der verschiedenen  Fluggesellschaften nach Barcelona mit einem Vergleichsdienst im Internet. Bei der Suchmaschine Google sind diverse solche Preisvergleichseiten zu finden. Auch die Hotelpreise sind keinesfalls in Stein gemeisselt. Sie unterscheiden sich je nach Reisezeit, Hotelkategorie und Buchungsort stark. So kann es durchaus sein, dass bei zwei unterschiedlichen Anbietern das gleiche Hotel in Barcelona zu verschiedenen Preisen erhältlich ist. Vergleichen sie auch hier die Preise und sparen sie sehr viel Geld.

Im Juli 2008 wollte meine Freundin ihren Geburtstag in Barcelona verbringen. Ich machte mich also auf die Suche nach einem preisgünstigen Angebot. Nachdem wir diverse Flüge verglichen hatten stand das Reisedatum fest. Nun suchten wir für diesen Zeitraum ein Hotel. Schliesslich bezahlten wir für den Flug mit der Swiss von Zürich nach Barcelona und 8 Übernachtungen in einem 5-Sterne Hotel in einem Vorort von Barcelona 350 Euro pro Person. Ein sensationeller Preis den man natürlich nicht jederzeit erhält. Mit genügend  Geduld sowie ein bisschen Zeitaufwand können sie immer wieder wahre Schnäppchen entdecken.

Sehenswürdigkeiten in Barcelona

Zu sehen gibt es wirklich viel in Barcelona. Ein Wochenende reicht wohl kaum um die Stadt in ihrer ganzen Pracht kennenzulernen. Die Sehenswürdigkeiten sind doch relativ weit voneinander entfernt obwohl Barcelona selber nicht allzu gross ist. 4 oder 5 Tage in Barcelona sind wohl ideal um wirklich etwas von der Stadt zu sehen und in Ruhe die unterschiedlichsten Angebote nutzen zu können. Die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt ist die Sagrada Familia. Die spezielle Kirche wurde vom berühmten Architekten Antoni Gaudi entworfen. Gaudi verdankt Barcelona noch  einige weitere sehenswerte und spezielle Bauwerke. Bis heute ist die Sagrada Familia nicht fertig gebaut. Die Bauzeit dauert nun schon über hundert Jahren und wird wohl erst im Jahr 2020 enden. Kein anderes Bauwerk, kein Museum in Barcelona wird so gut besucht wie die Sagrada Familia. Am Abend ist die Kirche beleuchtet und ebenfalls sehr eindrück anzuschauen.

Sehr bekannt ist die Flaniermeile La Rambla. Im Grunde müsste man von Las Ramblas sprechen besteht die Strasse vom Placa Catalunya hinunter zum Hafen doch aus mehreren Teilstrassen. Trotzdem hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch der Name "La Rambla" eingeprägt. Der Strasse entlang zeigen diverse Strassenkünstler ihr Können. Die verschiedenen Strassennabschnitte werden unterschiedlich genutzt. An der Rambla befinden sich sowohl Blumenstände wie Portraitzeichner und Tierverkäufer. Vom eigenen Portrait über Zeitungen, Kleider, Blumen und Singvögel ist hier alles erhältlich. Die Rambla ist auf den Gebiet eines ehemaligen Flusses angelegt und beginnt beim Port Vell, dem alten Hafen von Barcelona an der Kolumbus-Säule. Von dort führt sie auf einer Strecke von etwas über einem Kilometer hinauf zum zentralen Platz Catalunya. Zu Tausenden flanieren die Touristen der Rambla entlang und lassen sich von deren Charme verzaubern. Damit der Spaziergang nicht mit einem unguten Gefühl endet, sollten sie gut auf ihre Wertsachen aufpassen. Schliesslich ist die Rambla in Barcelona nicht nur bei den Touristen beliebt, sondern auch bei den Taschendieben, die grossen Menschenansammlungen erleichtern  ihnen die Arbeit.

Ausblick über die Stadt Barcelona

Im Norden der Stadt befindet sich eine Gebirgskette mit dem Hügel Tibidabo. Auf diesem ist ein Vergnügungspark erbaut worden. Mit einem Bus gelangt man vom Placa Catalunya aus direkt auf den Tibidabo. Nicht nur wegen den Vergnügungsbahnen ist der ?Hausberg? von Barcelona ein Besuch wert. Auch der Blick über die Stadt Barcelona ist wunderbar. Eine andere Möglichkeit auf den Berg zu gelangen, ist die Standseilbahn ?Funicular Tibidabo? zu benützen. Im Westen der Stadt, direkt  beim Hafen befindet sich der Montjuic. Während vieler Jahren führte dieser ein Schattendasein. Für die Olympischen Sommerspiele im Jahr 1992 wurden diverse Bauten auf dem Montjuic errichtet. So etwas das Olympiastadion, in welchem noch heute der Fussballklub Espanyol Barcelona seine Spiele ausrichtet und ein Schwimmbad, welches nach wie vor nicht nur seines wunderbaren Ausblicks wegen sehr beliebt ist. Auf dem Gipfel des Montjuic befindet sich eine alte Festung. Das Castell de Montjuic kann gratis besichtigt werden. Im Innern befindet sich ein Restaurant sowie ein Kiosk. Vom Castell aus hat man einen sehr schönen Blick über ganz Barcelona, den Containerhafen sowie die Vororte. Neben der Möglichkeit zu Fuss auf den Montjuic zu gelangen existieren noch weitere Möglichkeiten. So führt eine Seilbahn den Hügel hinauf, direkt vor das Castell, ausserdem gibt es auf dem Hügel eine öffentliche Bushaltestelle. Vom Placa Espanya aus fährt der Montjuic-Bus, mit offenem Dach für 3 Euro die Touristen zum Castell hinauf.

Strände bei Barcelona

Die Stadtstrände von Barcelona befinden sich im Westen der Stadt. Sie sind in mehrere Strandabschnitte unterteilt und verfügen über eine sehr gute Infrastruktur. So gibt es etwa alle hundert Meter eine eine öffentliche Toilettenanlage. Gegen Gebühr besteht die Möglichkeit sich Liegestühle und Sonnenschirme zu mieten. Für einen Tag bezahlt man für einen Liegestuhl oder Sonnenschirm fünf  Euro. Entlang der Strände verläuft eine sehr schöne Strandpromenade. Sie führt vom Port Vell bis zum neuen Forum ganz im Westen der Stadt. Sie führt vorbei am Olympischen Quartier. Hier rund um den Port Olimpic wurde das olympische Dorf errichtet. Lange Zeit ging der Verkauf der Wohnungen nur schleppend voran, mittlerweile zählt die Hafenregion beim Olympischen Dorf zu den beliebtesten Wohngegenden in Barcelona.

Der FC Barcelona und das Camp Nou

Für die Bevölkerung in Katalonien ist der FC Barcelona mehr als ein Klub, der Fussballverein ist beinahe sowas wie eine Ersatzreligion. Lange Zeit waren die Besuche der Fussballspiele die einzige Möglichkeit sich gegen die Zentralregierung in Madrid zu äussern und sich zu protestieren. Noch heute wird der FC Barcelona von vielen Menschen als eine Art katalonische ?Nationalmannschaft? angesehen. Gespielt wird im Stadion Nou Campi im Nordwesten der Stadt. Das Stadion gehört zu den schönsten Stadion und ist mit einer Besucherzahl von gut 90'000 das grösste Europas. Jedes Jahr pilgern hundertausende Fussballfans ins Camp Nou um hier eine Stadionführung zu machen und das Museum des Vereins zu besuchen.

Nach der Sagrada Familia ist das Nou Camp, die beliebteste Sehenswürdigkeit von Barcelona. Das Stadion ist gut erschlossen. Die Metro fährt bis auf einige hundert Meter ans Gelände heran, und auch Busse halten direkt vor dem Stadion. Ausserdem halten hier beide Sightseeing-Busse von Barcelona. Falls sie also ein Ticket des Bus Turistic gelöst haben gelangen sehr komfortabel zum Camp Nou. Allerdings sollten sie wenn möglich nicht zu spät die Führung starten. Meistens schliesst das Stadion um 20 Uhr. Danach bilden sich sehr sehr lange Schlangen vor der den Haltestellen der beiden Sightseeing-Busse. Sie müssen dann mehrere Busse abwarten, bis sie überhaupt einmal einsteigen können.

Die Führung kostet für Erwachsene 17 Euro, Kinder erhalten einen ermässigten Eintritt. Die Stadionführung ist nicht geführt. Man absolviert die Besichtigung individuell und darf dabei die abgesteckten Bereiche nicht verlassen. Zuerst besichtigt man die Gästekabine. Diese ist ziemlich veraltet und erinnert eher an einen Regionalligisten als an einen europäischen Spitzenklub. Weiter geht das Spielertunnel hinunter richtung Rasen. Auf dem Weg wurde mitten auf der Treppe eine kleine Kappelle gebaut. Einige Spieler besuchen diese jeweils vor den Spielen. Ja nach Jahreszeit kann man den Rasen besichtigen oder muss mit der untersten Tribünenreihe vorlieb nehmen. Dies hängt davon ab, ob gerade auf dem Rasen gearbeitet wird oder nicht. Die letzte Station des Stadionrundganges ist die Treppetribüne im oberen Bereich. Danach besteht die Möglichkeit das Museum zu erkunden. Das sehr schön gestaltete Fussballmuseum bietet eindrücke in die Geschichte des Vereins und des Fussballs allgemein. Ausserdem können sich die Fans vor einem grünen Hintergrund fotografieren lassen. Am Computer wird dann eine Fotomontage mit einem der Fussballidolen erstellt. Diese kann am Schluss der Tour erworben werden. An sich eine ganz schöne Sache, leider total überteuert. Ein kleines Foto kostet bereits deutlich über 20 Euro Die richtigen Fans dürfte dies wenig stören, sehen sie dies doch als eine Art Spende für den Verein an.

Nachdem sie das Nou Camp und das Museum besichtigt haben lohnt sich ein  Abstecher in den grossen Fanshop auf dem Gelände. Auf zwei Stockwerken findet der Barcafan alles was sein Herz begehrt. Vom Babyschoppen bis zum Scooter mit dem Vereinsemblem ist alles erhältlich. Zudem gibt es auf dem Stadiongelände diverse Verpflegungsmöglichkeiten.

Bauwerke in Barcelona

Die 2000-jährige Geschichte der Stadt spiegelt sich in den grossartigen Bauwerken wider. Besonders prägend ist die Bauweise des katalanischen Jugendstils, sowie der Gotik. Nebst alten Bauten findet man in Barcelona auch einige interessante Bauwerke der Moderne. Gerade auch für die Olympischen Sommerspiele 1992 wurden viele neue Bauten errichtet. Zahlreiche Bauwerken wurden von der UNESCO auf die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Keine andere Stadt in Europa verfügt über so viele Sehenswürdigkeiten, die auf von der UNESCO geehrte wurden wie Barcelona.

Die Kathedrale La Seu

Im gotischen Viertel befindet sich die Catedral de la Santa Creu i Santa Eulalia. Nebst der Sagrada Familia ist die Kathedrale die bei Touristen begehrteste Kirche von Barcelona.

Casa Mila

Keine Ecken und Kanten sondern eine abgerundete, verschnörkelte Fassade. Dies ist der Baustil der von Gaudi entworfenen Casa Mila. Das sehenswerte Bauwerk befindet sich an der Passeig de Gracia und ist vom Placa Catalunya aus bequem zu Fuss erreichbar.

Casa Batllo

Bevor Gaudi mit dem Bau der Casa Mila beauftragt wurde erneuerte er die Casa Batllo. Auf dem Dach des Hauses brachte er ein Drachenrücken unter. Mit diesem wollte Gaudi an die Sankt Georges-Legende erinnern. Wie die Casa Mila wurde das Haus im katalanischen Jugendstil umgebaut. Die Casa Batllo befindet schräg vis-à-vis von der Casa Mila ebenfalls an der Passeig de Gracia.

Kolumbus-Denkmal am Ende der Rambla

Die Statue befindet sich zwischen der Rambla und dem alten Hafen Port Vell. Das Denkmal ist kein er der  absoluten architektonischen Höhepunkte von Barcelona. Trotzdem wird man beinahe zwangsläufig das eine oder andere mal am Kolumbus-Denkmal vorbeilaufen. Eine gute Gelegenheit einmal mit dem Aufzug die Aussichtsplattform oben auf der Statue zu erklimmen und die schöne Aussicht über den Hafen und die Rambla zu geniessen. Die Kosten für den Zugang zur Aussichtsplattform betragen 2 Euro.

Palau de la Musica Catalana

Ebenfalls auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe befindet sich der Palau de la Musica Catalana. Dieser befindet sich im gotischen Viertel und wurde im Stil des Modernisme (katalanischer Jugendstil) errichtet. Besonders eindrücklich ist der prächtige Konzertsaal. Dieser fasziniert die Besucher nicht nur während den Konzerten sondern auch während den Führungen durch das Bauwerk.

Das Camp Nou

Das grösste Stadion von Europa zählt vielleicht nicht zu den allerschönsten Bauwerken in Barcelona, wohl aber  zu den bedeutesten. Jedes Heimspiel wird von gut 90'000 Fans besucht und auch die Stadionführungen  durch das Camp Nou sind bei den Fussballfans sehr beliebt.

Sagrada Familia

Die Hauptattraktion von Barcelona ist zweifelsfrei die Sagrada Familia. Das imposante Lebenswerk von Antoni Gaudi zieht jedes Jahr mehr als eine Million Besucher an. Die Sagrada Familia befindet sich seit dem Jahr 1883 im Bau. Ein Ende ist noch eine Zeit lang nicht in Sicht. Nach neusten Prognosen soll die besondere Kirche erst etwa im Jahr 2020 fertig gestellt sein. Bis zu seinem Tod arbeitete der Antoni Gaudi an seinem Lebenswerk, welches er leider in seiner ganzen Pracht nicht mehr bestaunen konnte. Wer zur Zeit die Sagrada Familia besucht, der besichtigt eine Baustelle. Viele Teile der Fassade sowie die Türme sind durch Kräne zugedeckt.

Torre Agbar

Der 142 hohe Torre Agbar ist das wohl umstrittenste Bauwerk von Barcelona. Für die einen ist es ein spannendes modernes Bürogebäude, für die anderen eine hässliche überdimensionierte Gurke. Bei Touristen ist der Torre Agbar ein beliebtes Fotosujet, vorallem in der Nacht, wenn seine Fassade in den unterschiedlichsten Farben erstrahlt. Bis zur Vollendung der Sagrada Familia ist der Torre Agbar übrigens das höchste Bauwerk von Barcelona.

Das Castell de Montjuic

Besonders wegen der Aussicht ist das Castell de Montjuic, eine grosse Festungsanlage, beliebt. Vom  Castell aus sieht man wunderbar über die Stadt Barcelona. Vorallem das Hafengebiet ist sehr gut sichtbar.

Die Quartiere von Barcelona

Die Stadt Barcelona präsentiert sich seinen Besucher sehr unterschiedlich. Die verschiedenen Quartiere der Stadt haben ihren ganz besondern eigenen Charme. An dieser Stelle möchten wir ihnen die Stadtteile von Barcelona genauer vorstellen.

Barri Gotic

Das gotische Quartier liegt westlich von der berühmten Flaniermeile la Rambla und ist eines der grössten zusammenhangenden gotischen Stadtviertel in Europa. Es gibt einige sehr schöne Plätze und Bauwerke zu besichtigen. So etwa die Kathedrale La Seu oder der Placa Reial. Lange Zeit hatte das Quartier einen sehr schlechten Ruf und galt als gemiedene Wohngegend. Mittlerweile gelang es der Regierung dieses Bild zu korrigieren. Trotzdem sollten sie sich in den Abendstunden nicht in den engen, verlassenen Gassen aufhalten, sondern die von Touristen belebten Strassen benützen.

Eixample

Das Stadtviertel Eixample gehört zu den beliebtesten Wohngegenden von Barcelona. Auch bei den Touristen ist das Quartier sehr beliebt. Vorallem wegen den diversen im katalanischen Jugendstil gebauten Häusern. Diverse Bauwerke wurden mittlerweile unter Denkmalschutz gestellt, einige von ihnen gar auf die UNESCO Weltkulturerbeliste aufgenommen. Als die Bevölkerungszahlen in Barcelona explodierten beschloss man die Stadt ausserhalb der ehemaligen Stadtmauern zu erweitern und schrieb einen Wettbewerb aus. Gewonnen hätte eigentlich ein anderes Projekt. Die Zentralregierung in Madrid entschloss sich dann allerdings die Strassen des neuen Stadtteil Eixample schachbrettartig anzulegen und nur durch eine diagonal verlaufende Strasse zu unterbrechen. Treffenderweise wurde diese dann als Av. Diagonal bezeichnet. Die Strasen rund um die Passeig de Gracia werden als ?Goldenes Quadrat? bezeichnet. Hier befinden sich die interessantesten Bauwerke des Quartiers.

Gracia

Nördlich des Eixample liegt das Quartier Gracia. Früher war es ein eigenständiges kleines Dorf. Heute ist das ganze Quartier ein fester Bestandteil der Stadt Barcelona. Das Stadtviertel gilt als Studenten- und Künstlerviertel. Es gibt diverse enge Gäschen und einigen schönen kleinen Plätzen.

Plätze und Parkanlagen in Barcelona

Über die ganze Stadt verteilt gibt es diverse sehr schöne Parkanlagen und Plätze. Einige Parkanlagen wie beispielsweise der Park Güell gehören zu den Sehenswürdigkeiten von Barcelona und sollten in der Agenda der Besucher einen festen Platz haben. An dieser Stelle möchten wir ihnen die wichtigsten und schönsten Plätze und Parks von Barcelona kurz näher vorstellen.

Park Güell mit der Handschrift des Meisters

Niemand geringeres als Antoni Gaudi hat den Park Güell entworfen. Bereits beim Eingang erkennt man seine Handschrift deutlich. Über eine grosse Treppe mit diversen bunten Mosaikstücken verziert gelangt man auf eine grosse Terrasse. Diese wiederum ist von einer Sitzbank umrunden. Gaudi wollte den Park möglichst naturnahe gestalten und hat ihn deshalb regelrecht in den Hang hinein gebaut. Dies ist der Grund weshalb man im Park Güell diverse Stützmauern und Terrassen findet. Ausserdem hat er es wo immer möglich vermieten gerade Kanten zu bauen. Auch die berühmte Sitzbank auf der Terrasse ist geschlungen und von unzählig vielen kleinen Mosaikstücken aus Keramik besetzt. Die Keramikstücke konnte Antoni Gaudi übrigens billig von den nahe gelegenen Keramikfabriken besorgen, da es sich dabei um Abfallstücke handelte. Den Park erreichen sie am besten mit der Metrolinie 3 (Haltestelle Lesseps) von dort müssen sie einen Fussweg von gut einem Kilometer in Kauf nehmen oder auf einen der öffentlichen Busse umsteigen.

Park de la Ciutadella

Unweit vom Stadtzentrum befindet sich der Park de la Ciutadella, eine der grössten Parkanlagen von Barcelona. An den Wochenenden sowie an den Abenden kommen hier viele Einheimische hin um sich zu entspannen und ein Picknick zu geniessen.

Placa Catalunya

Ob sie wollen oder nicht, während ihres Aufenthaltes in Barcelona kommen sie so gut wie nicht darum herum den Platz Catalunya kennenzulernen. Er liegt absolut zentral und ist der wohl wichtigste Verkehrsknotenpunkt von Barcelona. Beinahe alle Metrolinie fahren hier durch, ausserdem besteht Anschluss an die Vorortszüge und viele Busse. Vom Placa Catalunya aus lassen sich diverse Sehenswürdigkeiten von Barcelona bequem zu Fuss erkunden. Von hier aus führt die berühmte Flaniermeile La Rambla hinunter zum Hafen. Ausserdem stellt der Platz eine Art Trennlinie für die Altstadt im Süden und den neuen Stadtteil Eixample im Norden dar.

Placa Reial

Der Platz Reial befindet sich im gotischen Viertel. Lange Zeit wurde er von der Bevölkerung gemieden, galt doch das ganze Quartier als heruntergekommen und war bekannt für seine Rotlicht und Drogenszene. Dies hat sich in den letzten Jahren  radikal verändert. Heute ist der Platz Reial wohl der schönste in ganz Barcelona. Am einfachsten erreicht man ihn direkt von der Rambla aus. Er verfügt zwar noch über andere Eingänge, diese sind allerdings weit weniger bekannt. Am Placa Reial gibt es einige Restaurants und  Cafés. Sehenswert sind zudem die speziellen Laternen, welche vom berühmten Architekten Antoni Gaudi entworfen wurden.

Tibidabo

Bereits die Anfahrt zum Tibidabo macht Spass. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten auf den Tibidabo zu gelangen. Entweder man nutzt den Bus vom Placa Catalunya aus, oder man fährt mit der Metro, dem Tramvia Blue und der Funicular auf den Berg hinauf. Die erste Möglichkeit ist wohl bequemer und billiger, die zweite allerdins wesentlich schöner. Mit dem Metrolinie L7 fahren sie biss zur Haltestelle Av. Del Tibidabo. Allerdings beginnt hier noch nicht die Standseilbahn auf den Berg, sodass sie entweder zu Fuss (gut 20 Minuten) mit dem Bus (fährt leider nur sehr selten) oder dem Tramvia Blue zur Talstation gelangen müssen. Das Tramvia Blue ist ein sehr altes Tram. Es existiert seit dem Bau des Vergnügungsparkes auf dem Tibidabo am Anfang des 20 Jahrhundert. Die Tramlinie wurde errichtet, damit die Bevölkerung möglichst einfach in den Vergnügungspark gelangen konnte. Heute wird das Tram ausschliesslich von den Touristen benützt. Für die Fahrt muss man extra bezahlen. Eine einfache Fahrt kostet etwa 4 Euro. Die Metrokarte gilt leider nicht. Das Tramvia Blue fährt direkt zur Talstation der Standseilbahn, welche auf den Tibidabo führt. Auch diese Fahrt muss extra bezahlt werden (Hin- und Rückfahrt kosten 6 Euro). Oben auf dem Tibidabo geniesst man eine herrliche Aussicht über Barcelona und seine Vororte und kann sich im Vergnügungspark amüsieren. Der Eintritt in den Vergnügungspark kostet 23 Euro.

Placa d'Espanya

Neben dem Placa Catalunya ist der Placa d'Espanya einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte von Barcelona. Hier liegt die Stierkampfarena von Barcelona, welche oft als Konzertsaal genützt wird da die Katalanen nicht wirklich Anhänger des Stierkampfes sind, und die Hallen der Weltausstellung. Zudem gelangt man von hieraus auf den Montjuic. An den Abenden im Sommer findet am Fusse des Montjuic, unterhalb des Palast Nacional ein besonderes Spektakel statt. Der Springbrunnen wird in farbig beleuchtet und mit Musik in Szene gesetzt. Wer im Sommer Barcelona besucht, der sollte sich die Font Magica nicht entgehen lassen.

Placa de Sant Jaume

Der Platz Sant Jaume gilt als historisches und politisches Zentrum von Barcelona. Den Platz erreichen sie  mit der Metrolinie L4, Haltestelle Jaume I.

 

Die Stadt Barcelona

Nur wenige Städte in Europa sind so vielseitig wie die zweitgrösste Stadt von Spanien. In Barcelona kann man die unterschiedlichsten Arten von Ferien verbringen. In den nahe gelegenen Pyrenäen wandern, die kulturellen Highlights der Stadt erkunden, oder einfach Badeferien am feinen Sandstrand verbringen ? für jeden Geschmack ist etwas dabei. An dieser Stelle möchten wir ihnen die Stadt in Form eines Reiseberichtes ein bisschen näher bringen. Viel Spass beim Lesen.

Der Urlaub beginnt bekanntlich lange vor der Abreise. Dies gilt im Zeitalter des Internet ganz besonders. Diverse Internetseiten und Blogs beschäftigen sich mit der katalonischen Hauptstadt. Virtuell die Sehenswürdigkeiten von Barcelona erkunden oder kurz Informationen über Ausflugsmöglichkeiten in der näheren Umgebung einholen ist kein Problem. Ebenso schnell ist das Ticket für die Oper, oder das Fussballspiel des FC Barcelona gebucht, ohne sich auch nur vom Schreibtisch wegzubewegen. Was für ein gesegnetes Zeitalter. Eine Stadt erkunden ohne überhaupt einen Fuss in dieselbe gesetzt zu haben? Naja wirklich vergleichbar ist ein Bild der Sagrada Familia nicht mit dem Eindruck den man als Tourist vor Ort erhält. Doch viel Administratives wird einem heute erleichtert. Statt mühsam ins Reisebüro zu gehen um sich einige Angebote rausschreiben zu lassen kann man heute ganz bequem mit diversen Vergleichportalen die verschiedenen Angebote der Fluggesellschaften und die Preise der Hotels vergleichen. In wenigen Senkunden kann man so nicht nur eine Menge Geld sparen sondern sich auch eine ganz persönliche Kombination zusammen stellen lassen. Selbstverständlich kann man nach wie vor eine Städtereise nach Barcelona im Reisebüro buchen. Doch die Vorteile des Internet sollte man nicht unterschätzen.

Preiswert nach Barcelona reisen

Städtereise sind grundsätzlich ziemlich teuer. Was man für einen Städtetrip könnte man oftmals ebenso gut in eine Woche am an einem Badeort verwenden. Ein verlängertes Wochenende kostet schnell einmal 300, 400 Euro. Doch wer sich ein bisschen Zeit nimmt und bereit ist einige Abstriche in Kauf zu nehmen, der wird für deutlich weniger Geld nach Barcelona reisen. Grundsätzlich gibt es bei einer Reise nach Barcelona zwei grosse Ausgabeposten. Zum einen ist dies der Hin- und Rückflug, zum anderen die Übernachtungskosten vor Ort. Gerade die Preise für ein Flugticket variieren sehr stark. Wer bereit ist auch zu Randzeiten am frühen Morgen oder späten Abend zu reisen und nicht allzu viel Wert darauf legt an einem bestimmten Datum zu reisen kann schon eine Menge Geld sparen. Wer nun noch die Angebote der verschiedenen Fluggesellschaften vergleicht, der wird mit Sicherheit ein sehr gutes Angebot finden. Am einfachsten vergleicht man die Angebote der verschiedenen  Fluggesellschaften nach Barcelona mit einem Vergleichsdienst im Internet. Bei der Suchmaschine Google sind diverse solche Preisvergleichseiten zu finden. Auch die Hotelpreise sind keinesfalls in Stein gemeisselt. Sie unterscheiden sich je nach Reisezeit, Hotelkategorie und Buchungsort stark. So kann es durchaus sein, dass bei zwei unterschiedlichen Anbietern das gleiche Hotel in Barcelona zu verschiedenen Preisen erhältlich ist. Vergleichen sie auch hier die Preise und sparen sie sehr viel Geld.

Im Juli 2008 wollte meine Freundin ihren Geburtstag in Barcelona verbringen. Ich machte mich also auf die Suche nach einem preisgünstigen Angebot. Nachdem wir diverse Flüge verglichen hatten stand das Reisedatum fest. Nun suchten wir für diesen Zeitraum ein Hotel. Schliesslich bezahlten wir für den Flug mit der Swiss von Zürich nach Barcelona und 8 Übernachtungen in einem 5-Sterne Hotel in einem Vorort von Barcelona 350 Euro pro Person. Ein sensationeller Preis den man natürlich nicht jederzeit erhält. Mit genügend  Geduld sowie ein bisschen Zeitaufwand können sie immer wieder wahre Schnäppchen entdecken.

Sehenswürdigkeiten in Barcelona

Zu sehen gibt es wirklich viel in Barcelona. Ein Wochenende reicht wohl kaum um die Stadt in ihrer ganzen Pracht kennenzulernen. Die Sehenswürdigkeiten sind doch relativ weit voneinander entfernt obwohl Barcelona selber nicht allzu gross ist. 4 oder 5 Tage in Barcelona sind wohl ideal um wirklich etwas von der Stadt zu sehen und in Ruhe die unterschiedlichsten Angebote nutzen zu können. Die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt ist die Sagrada Familia. Die spezielle Kirche wurde vom berühmten Architekten Antoni Gaudi entworfen. Gaudi verdankt Barcelona noch  einige weitere sehenswerte und spezielle Bauwerke. Bis heute ist die Sagrada Familia nicht fertig gebaut. Die Bauzeit dauert nun schon über hundert Jahren und wird wohl erst im Jahr 2020 enden. Kein anderes Bauwerk, kein Museum in Barcelona wird so gut besucht wie die Sagrada Familia. Am Abend ist die Kirche beleuchtet und ebenfalls sehr eindrück anzuschauen.

Sehr bekannt ist die Flaniermeile La Rambla. Im Grunde müsste man von Las Ramblas sprechen besteht die Strasse vom Placa Catalunya hinunter zum Hafen doch aus mehreren Teilstrassen. Trotzdem hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch der Name ?La Rambla? eingeprägt. Der Strasse entlang zeigen diverse Strassenkünstler ihr Können. Die verschiedenen Strassennabschnitte werden unterschiedlich genutzt. An der Rambla befinden sich sowohl Blumenstände wie Portraitzeichner und Tierverkäufer. Vom eigenen Portrait über Zeitungen, Kleider, Blumen und Singvögel ist hier alles erhältlich. Die Rambla ist auf den Gebiet eines ehemaligen Flusses angelegt und beginnt beim Port Vell, dem alten Hafen von Barcelona an der Kolumbus-Säule. Von dort führt sie auf einer Strecke von etwas über einem Kilometer hinauf zum zentralen Platz Catalunya. Zu Tausenden flanieren die Touristen der Rambla entlang und lassen sich von deren Charme verzaubern. Damit der Spaziergang nicht mit einem unguten Gefühl endet, sollten sie gut auf ihre Wertsachen aufpassen. Schliesslich ist die Rambla in Barcelona nicht nur bei den Touristen beliebt, sondern auch bei den Taschendieben, die grossen Menschenansammlungen erleichtern  ihnen die Arbeit.

Ausblick über die Stadt Barcelona

Im Norden der Stadt befindet sich eine Gebirgskette mit dem Hügel Tibidabo. Auf diesem ist ein Vergnügungspark erbaut worden. Mit einem Bus gelangt man vom Placa Catalunya aus direkt auf den Tibidabo. Nicht nur wegen den Vergnügungsbahnen ist der ?Hausberg? von Barcelona ein Besuch wert. Auch der Blick über die Stadt Barcelona ist wunderbar. Eine andere Möglichkeit auf den Berg zu gelangen, ist die Standseilbahn ?Funicular Tibidabo? zu benützen. Im Westen der Stadt, direkt  beim Hafen befindet sich der Montjuic. Während vieler Jahren führte dieser ein Schattendasein. Für die Olympischen Sommerspiele im Jahr 1992 wurden diverse Bauten auf dem Montjuic errichtet. So etwas das Olympiastadion, in welchem noch heute der Fussballklub Espanyol Barcelona seine Spiele ausrichtet und ein Schwimmbad, welches nach wie vor nicht nur seines wunderbaren Ausblicks wegen sehr beliebt ist. Auf dem Gipfel des Montjuic befindet sich eine alte Festung. Das Castell de Montjuic kann gratis besichtigt werden. Im Innern befindet sich ein Restaurant sowie ein Kiosk. Vom Castell aus hat man einen sehr schönen Blick über ganz Barcelona, den Containerhafen sowie die Vororte. Neben der Möglichkeit zu Fuss auf den Montjuic zu gelangen existieren noch weitere Möglichkeiten. So führt eine Seilbahn den Hügel hinauf, direkt vor das Castell, ausserdem gibt es auf dem Hügel eine öffentliche Bushaltestelle. Vom Placa Espanya aus fährt der Montjuic-Bus, mit offenem Dach für 3 Euro die Touristen zum Castell hinauf.

Strände bei Barcelona

Die Stadtstrände von Barcelona befinden sich im Westen der Stadt. Sie sind in mehrere Strandabschnitte unterteilt und verfügen über eine sehr gute Infrastruktur. So gibt es etwa alle hundert Meter eine eine öffentliche Toilettenanlage. Gegen Gebühr besteht die Möglichkeit sich Liegestühle und Sonnenschirme zu mieten. Für einen Tag bezahlt man für einen Liegestuhl oder Sonnenschirm fünf  Euro. Entlang der Strände verläuft eine sehr schöne Strandpromenade. Sie führt vom Port Vell bis zum neuen Forum ganz im Westen der Stadt. Sie führt vorbei am Olympischen Quartier. Hier rund um den Port Olimpic wurde das olympische Dorf errichtet. Lange Zeit ging der Verkauf der Wohnungen nur schleppend voran, mittlerweile zählt die Hafenregion beim Olympischen Dorf zu den beliebtesten Wohngegenden in Barcelona.

Der FC Barcelona und das Camp Nou

Für die Bevölkerung in Katalonien ist der FC Barcelona mehr als ein Klub, der Fussballverein ist beinahe sowas wie eine Ersatzreligion. Lange Zeit waren die Besuche der Fussballspiele die einzige Möglichkeit sich gegen die Zentralregierung in Madrid zu äussern und sich zu protestieren. Noch heute wird der FC Barcelona von vielen Menschen als eine Art katalonische ?Nationalmannschaft? angesehen. Gespielt wird im Stadion Nou Campi im Nordwesten der Stadt. Das Stadion gehört zu den schönsten Stadion und ist mit einer Besucherzahl von gut 90'000 das grösste Europas. Jedes Jahr pilgern hundertausende Fussballfans ins Camp Nou um hier eine Stadionführung zu machen und das Museum des Vereins zu besuchen.

Nach der Sagrada Familia ist das Nou Camp, die beliebteste Sehenswürdigkeit von Barcelona. Das Stadion ist gut erschlossen. Die Metro fährt bis auf einige hundert Meter ans Gelände heran, und auch Busse halten direkt vor dem Stadion. Ausserdem halten hier beide Sightseeing-Busse von Barcelona. Falls sie also ein Ticket des Bus Turistic gelöst haben gelangen sehr komfortabel zum Camp Nou. Allerdings sollten sie wenn möglich nicht zu spät die Führung starten. Meistens schliesst das Stadion um 20 Uhr. Danach bilden sich sehr sehr lange Schlangen vor der den Haltestellen der beiden Sightseeing-Busse. Sie müssen dann mehrere Busse abwarten, bis sie überhaupt einmal einsteigen können.

Die Führung kostet für Erwachsene 17 Euro, Kinder erhalten einen ermässigten Eintritt. Die Stadionführung ist nicht geführt. Man absolviert die Besichtigung individuell und darf dabei die abgesteckten Bereiche nicht verlassen. Zuerst besichtigt man die Gästekabine. Diese ist ziemlich veraltet und erinnert eher an einen Regionalligisten als an einen europäischen Spitzenklub. Weiter geht das Spielertunnel hinunter richtung Rasen. Auf dem Weg wurde mitten auf der Treppe eine kleine Kappelle gebaut. Einige Spieler besuchen diese jeweils vor den Spielen. Ja nach Jahreszeit kann man den Rasen besichtigen oder muss mit der untersten Tribünenreihe vorlieb nehmen. Dies hängt davon ab, ob gerade auf dem Rasen gearbeitet wird oder nicht. Die letzte Station des Stadionrundganges ist die Treppetribüne im oberen Bereich. Danach besteht die Möglichkeit das Museum zu erkunden. Das sehr schön gestaltete Fussballmuseum bietet eindrücke in die Geschichte des Vereins und des Fussballs allgemein. Ausserdem können sich die Fans vor einem grünen Hintergrund fotografieren lassen. Am Computer wird dann eine Fotomontage mit einem der Fussballidolen erstellt. Diese kann am Schluss der Tour erworben werden. An sich eine ganz schöne Sache, leider total überteuert. Ein kleines Foto kostet bereits deutlich über 20 Euro Die richtigen Fans dürfte dies wenig stören, sehen sie dies doch als eine Art Spende für den Verein an.

Nachdem sie das Nou Camp und das Museum besichtigt haben lohnt sich ein  Abstecher in den grossen Fanshop auf dem Gelände. Auf zwei Stockwerken findet der Barcafan alles was sein Herz begehrt. Vom Babyschoppen bis zum Scooter mit dem Vereinsemblem ist alles erhältlich. Zudem gibt es auf dem Stadiongelände diverse Verpflegungsmöglichkeiten.

Bauwerke in Barcelona

Die 2000-jährige Geschichte der Stadt spiegelt sich in den grossartigen Bauwerken wider. Besonders prägend ist die Bauweise des katalanischen Jugendstils, sowie der Gotik. Nebst alten Bauten findet man in Barcelona auch einige interessante Bauwerke der Moderne. Gerade auch für die Olympischen Sommerspiele 1992 wurden viele neue Bauten errichtet. Zahlreiche Bauwerken wurden von der UNESCO auf die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Keine andere Stadt in Europa verfügt über so viele Sehenswürdigkeiten, die auf von der UNESCO geehrte wurden wie Barcelona.

Die Kathedrale La Seu

Im gotischen Viertel befindet sich die Catedral de la Santa Creu i Santa Eulalia. Nebst der Sagrada Familia ist die Kathedrale die bei Touristen begehrteste Kirche von Barcelona.

Casa Mila

Keine Ecken und Kanten sondern eine abgerundete, verschnörkelte Fassade. Dies ist der Baustil der von Gaudi entworfenen Casa Mila. Das sehenswerte Bauwerk befindet sich an der Passeig de Gracia und ist vom Placa Catalunya aus bequem zu Fuss erreichbar.

Casa Batllo

Bevor Gaudi mit dem Bau der Casa Mila beauftragt wurde erneuerte er die Casa Batllo. Auf dem Dach des Hauses brachte er ein Drachenrücken unter. Mit diesem wollte Gaudi an die Sankt Georges-Legende erinnern. Wie die Casa Mila wurde das Haus im katalanischen Jugendstil umgebaut. Die Casa Batllo befindet schräg vis-à-vis von der Casa Mila ebenfalls an der Passeig de Gracia.

Kolumbus-Denkmal am Ende der Rambla
Die Statue befindet sich zwischen der Rambla und dem alten Hafen Port Vell. Das Denkmal ist kein er der  absoluten architektonischen Höhepunkte von Barcelona. Trotzdem wird man beinahe zwangsläufig das eine oder andere mal am Kolumbus-Denkmal vorbeilaufen. Eine gute Gelegenheit einmal mit dem Aufzug die Aussichtsplattform oben auf der Statue zu erklimmen und die schöne Aussicht über den Hafen und die Rambla zu geniessen. Die Kosten für den Zugang zur Aussichtsplattform betragen 2 Euro.

Palau de la Musica Catalana
Ebenfalls auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe befindet sich der Palau de la Musica Catalana. Dieser befindet sich im gotischen Viertel und wurde im Stil des Modernisme (katalanischer Jugendstil) errichtet. Besonders eindrücklich ist der prächtige Konzertsaal. Dieser fasziniert die Besucher nicht nur während den Konzerten sondern auch während den Führungen durch das Bauwerk.

Das Camp Nou
Das grösste Stadion von Europa zählt vielleicht nicht zu den allerschönsten Bauwerken in Barcelona, wohl aber  zu den bedeutesten. Jedes Heimspiel wird von gut 90'000 Fans besucht und auch die Stadionführungen  durch das Camp Nou sind bei den Fussballfans sehr beliebt.

Sagrada Familia

Die Hauptattraktion von Barcelona ist zweifelsfrei die Sagrada Familia. Das imposante Lebenswerk von Antoni Gaudi zieht jedes Jahr mehr als eine Million Besucher an. Die Sagrada Familia befindet sich seit dem Jahr 1883 im Bau. Ein Ende ist noch eine Zeit lang nicht in Sicht. Nach neusten Prognosen soll die besondere Kirche erst etwa im Jahr 2020 fertig gestellt sein. Bis zu seinem Tod arbeitete der Antoni Gaudi an seinem Lebenswerk, welches er leider in seiner ganzen Pracht nicht mehr bestaunen konnte. Wer zur Zeit die Sagrada Familia besucht, der besichtigt eine Baustelle. Viele Teile der Fassade sowie die Türme sind durch Kräne zugedeckt.

Torre Agbar
Der 142 hohe Torre Agbar ist das wohl umstrittenste Bauwerk von Barcelona. Für die einen ist es ein spannendes modernes Bürogebäude, für die anderen eine hässliche überdimensionierte Gurke. Bei Touristen ist der Torre Agbar ein beliebtes Fotosujet, vorallem in der Nacht, wenn seine Fassade in den unterschiedlichsten Farben erstrahlt. Bis zur Vollendung der Sagrada Familia ist der Torre Agbar übrigens das höchste Bauwerk von Barcelona.

Das Castell de Montjuic
Besonders wegen der Aussicht ist das Castell de Montjuic, eine grosse Festungsanlage, beliebt. Vom  Castell aus sieht man wunderbar über die Stadt Barcelona. Vorallem das Hafengebiet ist sehr gut sichtbar.

Die Quartiere von Barcelona

Die Stadt Barcelona präsentiert sich seinen Besucher sehr unterschiedlich. Die verschiedenen Quartiere der Stadt haben ihren ganz besondern eigenen Charme. An dieser Stelle möchten wir ihnen die Stadtteile von Barcelona genauer vorstellen.

Barri Gotic

Das gotische Quartier liegt westlich von der berühmten Flaniermeile la Rambla und ist eines der grössten zusammenhangenden gotischen Stadtviertel in Europa. Es gibt einige sehr schöne Plätze und Bauwerke zu besichtigen. So etwa die Kathedrale La Seu oder der Placa Reial. Lange Zeit hatte das Quartier einen sehr schlechten Ruf und galt als gemiedene Wohngegend. Mittlerweile gelang es der Regierung dieses Bild zu korrigieren. Trotzdem sollten sie sich in den Abendstunden nicht in den engen, verlassenen Gassen aufhalten, sondern die von Touristen belebten Strassen benützen.

Eixample

Das Stadtviertel Eixample gehört zu den beliebtesten Wohngegenden von Barcelona. Auch bei den Touristen ist das Quartier sehr beliebt. Vorallem wegen den diversen im katalanischen Jugendstil gebauten Häusern. Diverse Bauwerke wurden mittlerweile unter Denkmalschutz gestellt, einige von ihnen gar auf die UNESCO Weltkulturerbeliste aufgenommen. Als die Bevölkerungszahlen in Barcelona explodierten beschloss man die Stadt ausserhalb der ehemaligen Stadtmauern zu erweitern und schrieb einen Wettbewerb aus. Gewonnen hätte eigentlich ein anderes Projekt. Die Zentralregierung in Madrid entschloss sich dann allerdings die Strassen des neuen Stadtteil Eixample schachbrettartig anzulegen und nur durch eine diagonal verlaufende Strasse zu unterbrechen. Treffenderweise wurde diese dann als Av. Diagonal bezeichnet. Die Strasen rund um die Passeig de Gracia werden als ?Goldenes Quadrat? bezeichnet. Hier befinden sich die interessantesten Bauwerke des Quartiers.

Gracia

Nördlich des Eixample liegt das Quartier Gracia. Früher war es ein eigenständiges kleines Dorf. Heute ist das ganze Quartier ein fester Bestandteil der Stadt Barcelona. Das Stadtviertel gilt als Studenten- und Künstlerviertel. Es gibt diverse enge Gäschen und einigen schönen kleinen Plätzen.

Plätze und Parkanlagen in Barcelona

Über die ganze Stadt verteilt gibt es diverse sehr schöne Parkanlagen und Plätze. Einige Parkanlagen wie beispielsweise der Park Güell gehören zu den Sehenswürdigkeiten von Barcelona und sollten in der Agenda der Besucher einen festen Platz haben. An dieser Stelle möchten wir ihnen die wichtigsten und schönsten Plätze und Parks von Barcelona kurz näher vorstellen.

Park Güell mit der Handschrift des Meisters

Niemand geringeres als Antoni Gaudi hat den Park Güell entworfen. Bereits beim Eingang erkennt man seine Handschrift deutlich. Über eine grosse Treppe mit diversen bunten Mosaikstücken verziert gelangt man auf eine grosse Terrasse. Diese wiederum ist von einer Sitzbank umrunden. Gaudi wollte den Park möglichst naturnahe gestalten und hat ihn deshalb regelrecht in den Hang hinein gebaut. Dies ist der Grund weshalb man im Park Güell diverse Stützmauern und Terrassen findet. Ausserdem hat er es wo immer möglich vermieten gerade Kanten zu bauen. Auch die berühmte Sitzbank auf der Terrasse ist geschlungen und von unzählig vielen kleinen Mosaikstücken aus Keramik besetzt. Die Keramikstücke konnte Antoni Gaudi übrigens billig von den nahe gelegenen Keramikfabriken besorgen, da es sich dabei um Abfallstücke handelte. Den Park erreichen sie am besten mit der Metrolinie 3 (Haltestelle Lesseps) von dort müssen sie einen Fussweg von gut einem Kilometer in Kauf nehmen oder auf einen der öffentlichen Busse umsteigen.

Park de la Ciutadella

Unweit vom Stadtzentrum befindet sich der Park de la Ciutadella, eine der grössten Parkanlagen von Barcelona. An den Wochenenden sowie an den Abenden kommen hier viele Einheimische hin um sich zu entspannen und ein Picknick zu geniessen.

Placa Catalunya

Ob sie wollen oder nicht, während ihres Aufenthaltes in Barcelona kommen sie so gut wie nicht darum herum den Platz Catalunya kennenzulernen. Er liegt absolut zentral und ist der wohl wichtigste Verkehrsknotenpunkt von Barcelona. Beinahe alle Metrolinie fahren hier durch, ausserdem besteht Anschluss an die Vorortszüge und viele Busse. Vom Placa Catalunya aus lassen sich diverse Sehenswürdigkeiten von Barcelona bequem zu Fuss erkunden. Von hier aus führt die berühmte Flaniermeile La Rambla hinunter zum Hafen. Ausserdem stellt der Platz eine Art Trennlinie für die Altstadt im Süden und den neuen Stadtteil Eixample im Norden dar.

Placa Reial

Der Platz Reial befindet sich im gotischen Viertel. Lange Zeit wurde er von der Bevölkerung gemieden, galt doch das ganze Quartier als heruntergekommen und war bekannt für seine Rotlicht und Drogenszene. Dies hat sich in den letzten Jahren  radikal verändert. Heute ist der Platz Reial wohl der schönste in ganz Barcelona. Am einfachsten erreicht man ihn direkt von der Rambla aus. Er verfügt zwar noch über andere Eingänge, diese sind allerdings weit weniger bekannt. Am Placa Reial gibt es einige Restaurants und  Cafés. Sehenswert sind zudem die speziellen Laternen, welche vom berühmten Architekten Antoni Gaudi entworfen wurden.

Tibidabo

Bereits die Anfahrt zum Tibidabo macht Spass. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten auf den Tibidabo zu gelangen. Entweder man nutzt den Bus vom Placa Catalunya aus, oder man fährt mit der Metro, dem Tramvia Blue und der Funicular auf den Berg hinauf. Die erste Möglichkeit ist wohl bequemer und billiger, die zweite allerdins wesentlich schöner. Mit dem Metrolinie L7 fahren sie biss zur Haltestelle Av. Del Tibidabo. Allerdings beginnt hier noch nicht die Standseilbahn auf den Berg, sodass sie entweder zu Fuss (gut 20 Minuten) mit dem Bus (fährt leider nur sehr selten) oder dem Tramvia Blue zur Talstation gelangen müssen. Das Tramvia Blue ist ein sehr altes Tram. Es existiert seit dem Bau des Vergnügungsparkes auf dem Tibidabo am Anfang des 20 Jahrhundert. Die Tramlinie wurde errichtet, damit die Bevölkerung möglichst einfach in den Vergnügungspark gelangen konnte. Heute wird das Tram ausschliesslich von den Touristen benützt. Für die Fahrt muss man extra bezahlen. Eine einfache Fahrt kostet etwa 4 Euro. Die Metrokarte gilt leider nicht. Das Tramvia Blue fährt direkt zur Talstation der Standseilbahn, welche auf den Tibidabo führt. Auch diese Fahrt muss extra bezahlt werden (Hin- und Rückfahrt kosten 6 Euro). Oben auf dem Tibidabo geniesst man eine herrliche Aussicht über Barcelona und seine Vororte und kann sich im Vergnügungspark amüsieren. Der Eintritt in den Vergnügungspark kostet 23 Euro.

Placa d'Espanya

Neben dem Placa Catalunya ist der Placa d'Espanya einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte von Barcelona. Hier liegt die Stierkampfarena von Barcelona, welche oft als Konzertsaal genützt wird da die Katalanen nicht wirklich Anhänger des Stierkampfes sind, und die Hallen der Weltausstellung. Zudem gelangt man von hieraus auf den Montjuic. An den Abenden im Sommer findet am Fusse des Montjuic, unterhalb des Palast Nacional ein besonderes Spektakel statt. Der Springbrunnen wird in farbig beleuchtet und mit Musik in Szene gesetzt. Wer im Sommer Barcelona besucht, der sollte sich die Font Magica nicht entgehen lassen.

Placa de Sant Jaume

Der Platz Sant Jaume gilt als historisches und politisches Zentrum von Barcelona. Den Platz erreichen sie  mit der Metrolinie L4, Haltestelle Jaume I.