MSC Splendida - Ein Kreuzfahrtschiff zum träumen

Vor zwei Jahren machten wir unsere erste Kreuzfahrt. Mit einem mulmigen Gefühl ob es uns wirklich gefallen würde gingen wir an Bord. Schnell waren wir überzeugt. Jeden morgen in einer anderen Stadt aufwachen und gleichzeit höchsten Komfort geniessen. Ausserdem hat sich das Image von Kreuzfahrten in den letzten Jahren stark gewandelt. Waren vor wenigen Jahren Kreuzfahrten kaum bezahlbar und vorallem aufs ältere Publikum ausgerichtet, sind sie heute durchaus bezahlbar und ziehen immer mehr junge Gäste an. Kostete eine wöchige Kreuzfahrt vor gut zehn Jahren schnell einmal drei viertausend Euro sind heute Kreuzfahrten bereits ab 600 - 700 Euro erhältlich. Kaum ein anderer Bereich in der Tourismusbranche kann solche Wachstumszahlen aufweisen wie die Kreuzfahrten. Jedes Jahr werden diverse neue Schiffe in Betrieb genommen, welche Platz für bis zu 4000 Passagiere bieten. Ausserdem stossen immer mehr amerikanische Anbieter ins Mittelmeer vor. Dies führt zu einem stetig wachsendem Wettbewerb, was wiederum sinkende Preise nach sich zieht. Tiefere Preise für Kreuzfahrten ermöglicht es einem anderem, jüngerem Publikum ebenfalls solche Reisen zu machen. Bei unserer ersten Kreuzfahrt waren wir positiv überrascht wie gut durchmischt die Gästestruktur war. Vom älteren Rentnerpaar über Jugendliche bis zu Familien waren sämtliche Generationen vertreten. Gerade für Familien ist eine Kreuzfahrt eine interessante Art des Reisens sind Kinder doch oftmals kostenlos oder bezahlen nur einen geringen Aufpreis, wenn sie im Zimmer der Eltern übernachten. Das letzte Mal waren wir mit dem damals grössten Kreuzfahrtschiff von Europa, der MSC Fantasia unterwegs. Dieses Mal ging es auf die Splendida, dem Schwesterschiff der MSC Fantasia. Da der Bau eines neuen Schiffes sehr kostenintensiv ist, bauen die Reedereien gleich mehrere gleiche Schiffe und verändern nur die Innenausstattung. Die MSC Fantasia und die MSC Splendida sind von aussen exakt gleich gebaut und auch innen gibt es zwischen den beiden Kreuzfahrtschiffen nur einige sehr kleine Unterschiede. So verfügt die MSC Splendida etwa über eine kleine Bowling-Bahn, welche in der Sportsbar angesiedelt ist. Eine solche fehlt auf der Fantasia. Unsere Kreuzfahrt startete im Februar und war wohl nicht komplett ausgebucht, weshalb wir ein Restplatz-Angebot für einen sensationelle Preis schnappen konnten. Für 12 Tage bezahlten wir unter 600 Euro für eine Aussenkabine mit Balkon. Man muss diesen Preis allerdings relativieren. Zum einen gehört der Februar nicht zu den beliebtesten Reisezeiträumen. Ausserdem buchten wir ziemlich kurzfristig, sprich gerade einmal etwa 5 Wochen vor der Reise. Normalerweise bezahlt man für eine solche Reise etwa 900 Euro, was immer noch ein sehr guter Preis ist. Schliesslich erhält man an Bord der MSC Splendida Vollpension und kann viele Angebote kostenlos nützen. So bezahlen sie beispielsweise keinen Cent extra, wenn sie das Fitnesscenter benützen oder eine Partie Tennis spielen. Ausserdem kriegen sie am Abend jeweils eine kostenlose Show auf höchstem Niveau geboten. Die Aufführungen können durchaus mit Musicals in einer mittelgrossen Stadt mithalten. Die Artisten und Künstler kommen aus aller Welt und beherrschen ihr Handwerk wirklich.

Unsere Kreuzfahrtroute mit der Splendida

Im östlichen Mittelmeer zu den Kanarischen Inseln  und wieder zurück führte uns unsere Kreuzfahrt. Von Genua nach Barcelona, weiter nach Casablanca, Teneriffa, Madeira, Malaga und zurück nach Rom. Hinzu kamen vier Seetage. Anfangs hatten wir etwas Bedenken ob diese Tage nicht langweilig werden würden. Im Nachhin waren wir froh, dass wir einige Tage auf See verbrachten und Zeit hatten das Schiff zu erkunden. Wir entschlossen uns mit dem Zug nach Genua zu reisen. Da wir noch ein Sparticket erhaschen konnten bezahlten wir dafür gerade einmal etwa 70 Euro pro Person für die Hin- und Rückreise. Von Zürich ging es zuerst nach Mailand und von dort weiter nach Genua. Insgesamt dauerte die Bahnfahrt etwas über sechs Stunden. Alternativ kann man von verschiedenen Städten in Deutschland und der Schweiz aus eine Busreise zur Kreuzfahrt hinzu buchen. Diese kostet für beide Strecke etwa 140 Euro und wird meistens von MSC direkt durchgeführt. Es gibt aber auch noch von Reisebüros direkt organisierte Busse. Sie können auch mit dem eigenen Auto nach Genua reisen und dieses dort parkieren. Pro Tag bezahle sie etwa 10 Euro. MSC nimmt ihre Autoschlüssel in Empfang und übergibt ihnen dafür eine Quittung. Wenn sie von ihrer Kreuzfahrt zurück sind können sie ihre Schlüssel wieder in Empfang nehmen. Wir reisten bereits einen Tag früher an  und übernachteten in einem Novotel unweit vom Hafen entfernt. Die Nacht war mit 70 Euro pro Doppelzimmer inklusive Frühstück recht preiswert. Am Morgen frühstückten wir gemütlich und machten uns danach auf den Weg zum Einchecken. Da die MSC Splendida bereits um 9 Uhr von ihrer letzten Route zurückkam, konnte man um 10:30 einchecken. Bis um 16 Uhr mussten alle Gäste eingecheckt sein, da das Schiff eine Stunde später auslief. Die Hafenausfahrt aus Genua sollten sie nicht verpassen. Vom Schiff aus ist Genua deutlich schöner anzusehen. Die Häuser schmiegen sich wunderbar an die Hügel.

Wie bereits oben erwähnt kamen wir ein Tag später in Barcelona an. Barcelona zählt zweifellos und völlig zurecht zu den schönsten Städten am Mittelmeer. Die einzigartigen Bauwerke des Architekten Gaudi mit seinen schwungvollen und farbigen Fassaden, die Flaniermeile La Rambla sowie die Hafenpromenade im ehemaligen Olympischen Quartier gehören unbestritten zu den Highlights der Stadt. Da wir Barcelona bereits kannten machten wir uns gemütlich auf zum alten Hafen, schlenderten die Rambla hoch, spazierten durchs gotische Quartier und genossen bei strahlendem Sonnenschein einen Kaffee im modernen Einkaufszentrum beim alten Hafen.

Den nächsten Tag verbrachten wir auf See. Zeit endlich das Kreuzfahrtschiff näher kennen zu lernen. Wir schliefen gemütlich aus und gingen dann gemütlich Frühstücken. Dieses Mal mieden wir das Buffet und gingen in eins der beiden anderen Restaurants, in welchen man a-la-carte Frühstücken konnte. Nach einem weiteren Kaffee auf dem Sonnendeck und einigen Stunden Sonnenbaden erkundigten wir das Fitnesscenter. Bereits bei unserem ersten Rundgang hatten wir einen sehr guten Eindruck. Dieser bestätigte sich. Die Ausdauergeräte waren topmodern und verfügten über ein grosses Fernsehdisplay. Auch die Kraftgeräte waren top. Damit jeder bei einem grossen Ansturm trainieren kann ist die Benutzungsdauer der Geräte auf 25 Minuten beschränkt. Es waren aber nur sehr selten alle Geräte besetzt. Nach der intensiven Sporteinheit und einer erholsamen Dusche machten wir uns auf dem Weg ans Mittagsbuffet im Bora Bora Restaurants. Der Ansturm war wie immer riesen gross. Man hätte den Eindruck gewinnen können die meisten Passagiere hätten bis dahin auf der MSC Splendida noch keinen Bissen zu essen gekriegt. Falls sie etwas mehr Ruhe geniessen wollen, so empfehlen wir ihnen nach hinten zu laufen. Je weiter sie sich vom Eingang entfernen, desto ruhiger und leerer wird es. Es scheint als wären die meisten Gäste zu faul, 20-30 Meter zum Buffet zu laufen. Die Auswahl beim Mittagsbuffet wechselt nur wenig. Immer vorhanden sind feine frische Früchte, Pizza, Pommes Frites und Pouletfleisch.

Squash und Tennis auf der MSC Splendida

Nach dem Mittagessen hatten wir Lust auf eine weitere Runde Sport. Wir gingen den Squash-Raum reservieren. Die Schläger hatten wir selber mitgebracht, sie können aber auch Schläger und Bälle kostenfrei bei der Animation mieten. Der Tennisplatz und die Squash-Halle muss jeweils für 45 Minnuten reserviert werden. Eine Reservation war nur am jeweiligen Tag möglich und konnte nicht für die gesamte Woche im Voraus getätigt werden. Auf unserer Kreuzfahrt gab es nur sehr wenige Paare, welche sich für Squash begeistern konnten, entsprechend wenig belegt war die Halle. Nachdem wir weitere 45 Minuten geschwitzt genossen wir die Abendstunden auf dem Balkon und machten uns fertig für die Abenveranstaltung im Theater. Wir waren für die zweite Essensitzung eingeteilt. Die erste Essenssitzung war für 18 Uhr, die zweite für 20:30 angesetzt. Diejenigen welche die zweite Essenssitzung hatten konnten um 19:15 ins Theater gehen. Für die anderen begang die Vorstellung um 21:00.

Am nächsten Tag erreichten wir Casablanca. Dort hatten wir zehn Stunden Zeit die Stadt zu entdecken. Wir entschlossen uns auf die Ausflugspakete von MSC zu verzichten und Casablanca auf eigene Faust zu entdecken. Insbesondere die drittgrösste Moschee der Welt, welche in Casablanca errichtet wurde wollten wir uns anschauen. Der Hafen ist relativ weitläufig und nicht wirklich für Fussgänger ausgelegt. Trotzdem ist es kein Problem zu Fuss in die Stadt zu gelangen, muss man doch nur etwas Vorsicht walten lassen und auf die Lieferfahrzeuge achten.

Nach dem Aufenthalt im Hafen von Casablanca und einem weiteren Tag auf See fuhr unser Kreuzfahrtschiff weiter Richtung Teneriffa. Während des ganzen Jahres herrscht auf den Kanaren ein mildes Klima. Die Temperaturen sinken sehr selten unter die zwanzig-Grad-Marke. Dies macht Teneriffa zu einem wunderbaren Reiseziel auch während den Wintermonaten. Die MSC Splendida legte um 8 Uhr in der Früh am Hafen von Santa Cruz an. Ein kostenloser lokaler Shuttle-Bus brachte die Passagiere zum Hafeneingang. Dort warteten wiederum unzählige Taxifahrer auf Kunden. Das Zentrum der Inselhauptstadt erreicht man bequem zu Fuss in gut 15 Minuten. Der Weg ist gut ausgeschildert und problemlos zu erreichen. Bereits vom Schiff aus sehen sie bei der Einfahrt in den Hafen, die Spitze des grössten Bergs von Spanien, dem Teide. Noch deutlich besser ist dieser von der Nordseite der Insel aus zu sehen. Der Teide ist es dann auch, welcher dafür sorgt, dass das Wetter im Norden und Süden von Teneriffa oftmals unterschiedlich ist. Immer wieder bleiben die Wolken am Berg hängen und sorgen so für einen leicht bedeckten Himmel auf der Nordseite der Insel. Hier im Norden liegt der bekannte und beliebte Touristenort Puerto de la Cruz. Eine der Attraktionen des Ortes ist der Loro Park, ein Park mit unzähligen verschiedenen Tieren. Für eine Inselrundfahrt mit dem Taxi, welche etwa drei Stunden dauert bezahlen sie etwa 80 Euro. Die Richtpreise, die ihnen die Taxifahrer angeben sind allerdings jeweils doch deutlich höher und liegen bei etwa 110-120 Euro. Sie sollen deshalb immer wenn sie  einen Festpreis für ein Taxi vereinbaren etwas handeln und den Preis nach unten drücken. Mit Trinkgeld können sie ihn ja später bei Zufriedenheit immer noch leicht anheben.

Die MSC Splendida erreicht Madeira

Nachdem wir den Hafen von Teneriffa verlassen hatten nahm die MSC Splendida Kurs auf Madeira, einer kleinen zur Portugal gehörenden Insel, etwas nördlich der Kanaren. Madeira ist eine wunderschöne kleine Insel, bekannt für seine üppige Vegetation, beliebt bei Fotografen und Wanderfreunden. Hier sollten sie unbedingt einen Ausflug unternehmen und sich die Insel etwas genauer anschauen. MSC organisiert auch hier wieder diverse verschiedene Ausflüge. Gerade jene  ins Inselinnere sind durchaus zu empfehlen. Mit der Seilbahn auf den Monte können sie auch auf eigene Faust fahren. Auch Funchal können sie selbständig anschauen. Vom Hafen aus liegt das Zentrum von Funchal nur gerade etwa 10 Minuten entfernt. Sie sehen es bereits vom Schiff aus. Funchal ist ein schönes kleines Städtchen, welches an den Hang gebaut ist und mit diversen schönen Strassenzügen und Parkanlagen auftrumpfen kann. Einige Gärten sind öffentlich zugänglich, andere hingegen im Privatbesitz und der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Wer einen ersten Eindruck von Funchal gewinnen möchte, der kann dies sehr gut mit einer Stadtrundfahrt im Sightseeing-Bus untennehmen. Dieser kostet 12 Euro und fährt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Funchal, sowie der näheren Umgebung ab. Madeira hat uns sehr gut gefallen, weshalb wir bereits jetzt sicher sind, dass es nicht unser letzter Aufenthalt auf der Insel war.

Ein Tag auf See

Nach Madeira ging es weiter nach Malaga. Zuerst konnten wir bei einem weiteren Seetag noch einmal ausgiebig die MSC Splendida erkunden. Das Schiff ist so gross, dass wir auch an diesem Tag noch einige Dinge und Räume entdeckten, welche wir uns bisher nicht angesehen hatten. Ausserdem besuchten wir heute den Sauna-Bereich. Wir hatten bei unseren Massagen, die wir in Casablanca gebucht hatten (Kosteten mit 40 Prozent noch 117 Euro für zwei 60 Minuten Massagen), noch zwei Eintritte für den Saunabereich der MSC Splendida erhalten. Die Einzelbuchung der Sauna und des Dampfbades kostet normalerweise 17 Euro. Vorhanden sind mehrere kleinere Saunas, alle in sehr gutem und gepflegten Zustand. Ausserdem gibt es zwei relativ grosse Dampfbäder und einen Ruheraum, welches dank seinen Panoramagläser einen schönen Blick auf das vorbeiziehende Meer ermöglichten. Allerdings gibt es nur gerade etwa zehn Liegemöglichkeiten im Ruheraum, etwas wenig für ein Schiff wie die MSC Splendida mit einer solch grossen Anzahl Gästen. Deshalb empfehlen wir ihnen auch die Sauna in den Abendstunden oder am Morgen aufzusuchen, dann ist der Ansturm noch etwas geringer. Da wir möglichst viel ausprobieren wollten, machten wir auch noch bei einem Bingo mit. Wir mussten eine Spielkarte für 10 Euro erwerben, diese enthielt drei Spiele. Wie hoch ein möglicher Gewinn ausfallen wird, konnte uns der Verkäufer nicht sagen, dies hänge von der Anzahl der mitmachenden Spieler ab. Egal, dachten wir wenn wir schon mal auf der MSC Splendida sind, dann sollten wir das Glück auch hinausfordern. Gewinnen konnte man bei unserem Spiel 240 Euro, unserer Meinung nach etwas wenig. Es scheint als zahle MSC nur einen kleinen  Bruchteil der jeweils bei einem Spiel eingenommenen Gewinne aus. Auch die Chancen den Jackpot von 3000 Euro zu knacken entpuppten sich bei näherer Betrachtung als sehr gering. Dazu hätte man alle seine 25 benötigten Zahlen unter den ersten 40 gezogenen Zahlen haben müssen. Die Wahrscheinlichkeit, dass einem dies gelingt ist etwas so hoch, wie dass man im Lotto einen ansehnlichen Gewinn einfährt. Trotzdem machte das Spiel grossen Spass.

MSC Splendida läuft in Malaga ein

Am nächsten Tag legten wir in Malaga an, der Geburtsstadt des bekannten Künstlers Picasso. Leider viel der Halt auf einen Montag, weshalb die meisten Museen der Stadt geschlossen waren. Wir entschlossen uns direkt von der MSC Splendida aus in die Stadt zu laufen, und auf den wiederum angebotenen Shuttleservice von MSC zu verzichten. Dieser hätte 6 Euro pro Person gekostet, was uns angesichts unserer Erfahrung in Barcelona darauf schliessen liess, dass die Distanz nicht wirklich gross sein konnte und gut zu Fuss zu bewältigen sein müsste. Als wir die MSC Splendida verliessen stand da ein Shuttle-Service, vom lokalen Hafenbetreiber, welcher die Gäste kostenlos zum Terminal fuhr. Wir stiegen ein und mussten erst einmal einige Minuten warten, bis sich der Bus gefüllt hatte. Der Bus fuhr etwa 300 Meter, ehe er wieder zum Stillstand kam. Wir hatten das Terminal bereits erreicht. Hier mussten die Gäste, welche einen MSC-Shuttle gebucht hatten auf einen anderen Bus umsteigen. Wir verzichteten dankend und spazierten gemütlich Richtung Stadt. Das Stadtzentrum erreichten wir nach gut 15 Minuten. Im Tourismusbüro informierten wir uns über die verschiedenen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Hier gab es Pläne für speziell ausgewiesene Fussgänger-Routen. Ausserdem wurde  uns von der freundlichen Dame am Schalter erklärt, dass es einen Sightseeing-Bus gebe, welcher für 17 Euro die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt anfahren würde Da wir nur eine beschränkte Zeit in Malaga hatten und doch einen möglichst umfassenden Eindruck der Stadt bekommen wollten entschlossen wir uns ein solches Ticket zu lösen. Den ersten Stopp legten wir bei der über der Stadt thronenden Burg ein. Von hier geniessen sie einen sehr schönen Ausblick über die Stadt, können die Stierkampf-Arena sowie den Hafen von Malaga von oben betrachten. Auch die MSC Splendida können sie im Hafen liegend sehen. Auf der anderen Seite erkennen sie die hüglige Landschaft von Andalusien.

Die Kreuzfahrt neigt sich dem Ende zu

Nach Malaga stand nur noch eine Stadt auf dem Programm unserer Kreuzfahrt. Der letzte Stopp war in Rom geplant. Genauer gesagt in Civitavecchia, einer Hafenstadt gut 70 Kilometer nordwestlicher der ewigen Stadt. Civitavecchia ist einer der wichtigsten Häfen von Italien. Hier machen viele Kreuzfahrtschiffe Halt. Ausserdem starten von diesem Hafen diverse Fähren nach Sizilien und Sardinien. Bereits vor unserer Kreuzfahrt informierten wir uns im Internet über die Möglichkeiten wie wir von Civitavecchia nach Rom gelangen konnten. Da wir noch nie in Rom waren und die MSC Splendida nur für zehn Stunden am Hafen lag, wollten wir möglichst frühzeitig aufbrechen, so dass wir ein Maximum an Zeit in Rom verbringen konnten. Grundsätzlich haben sie drei Möglichkeiten um nach Rom zu gelangen. Sie können entweder den MSC-Shuttle benützen, sich ein Taxi nehmen oder mit der Bahn in die italienische Hauptstadt fahren. Nach unserer Internetrecherche waren wir überzeugt, dass wir problemlos mit der Bahn von Civitavecchia nach Rom gelangen könnten.

Mit der Bahn von Civitavecchia nach Rom

Direkt vor dem Schiff bringt ein kostenloser Hafen Shuttleservice die Gäste zum Hafeneingang. Dort gibt es direkt gegenüber dem Fort ein kleiner Informationskiosk, an welchem sie auch Tickets für den Regionalzug bekommen. Es gibt ein Ticket, welches in der Gesamten Region rund um Rom gültig ist. Dieses erhalten sie hier für 9 Euro pro Person. Darin einbegriffen ist die Fahrt nach Rom in Regionalzügen sowie die Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel in Rom. Beachten sie,  dass sie das Ticket unbedingt abstempeln, ausserdem müssen sie den Namen des Fahrgastes auf dem Ticket anbringen. Der Bahnhof von Civitavecchia liegt gut ein Kilometer vom Hafeneingang entfernt, und ist gut ausgeschildert. Sie erreichen ihn zu Fuss in gut 10 Minuten über die Fussgängerpromenade. Civitavecchia ist gar kein so kleines Städtchen, wie man auf den ersten Blick vielleicht denkt. Wir dachten hier habe es nur den Hafen und sonst nichts. Das Städtchen ist allerdings deutlich grösser als wir glaubten, zählt es momentan doch etwa 53'000 Einwohner. Dies und der grosse Hafen erklären dann auch die gute Zuganbindung nach Rom. Alle 30 Minuten verkehrt ein Zug. Allerdings können sie mit dem oben erwähnten Ticket nicht alle benützen. Für Schnellzüge gilt das Ticket nicht, dieses kostet deutlich mehr. Eine einfache Fahrt im Schnellzug liegt bei 14 Euro. Eine Investition, die sich nicht lohne, wie uns die Damen am Informationsbüro versicherte. Schliesslich sei der Schnellzug gerade einmal etwa 10 Minuten schneller als der Regionalzug. Welche Züge nun Regionalzüge, und welche Schnellzüge sind war uns nicht wirklich klar. Am besten sie fragen am Schalter kurz nach und lassen sich eine Liste geben mit den Abfahrtszeiten von Zügen, welche sie benützen dürfen. In manchen Internetforen liest man immer wieder wie vollgestopft diese Züge jeweils seien. Diese Erfahrung können wir nicht teilen. Unsere Züge waren gut gefüllt, jeder konnte aber einen Sitzplatz ergattern. Stehen musste niemand. Allerdings muss darauf hingewiesen werden, dass es sich in der Tat um Pendlerzüge handelt. Wenn sie also zu Stosszeiten unterwegs sind, und ausserdem gleich mehrere Kreuzfahrschiffe im Hafen von Civitavecchia liegen, dann ist es durchaus denkbar, dass die Züge nach Rom komplett überfüllt sind. In unserem Fall war die MSC Splendida aber wie bereits erwähnt das einzige Schiff, welches im Hafen lagt, ansonsten hatten nur einige Fähren angelegt.

Weitere Möglichkeiten um nach Rom zu gelangen

Wie bereits erwähnt ist der Zug nur eine von verschiedenen Möglichkeiten nach Rom zu gelangen. Eine weitere Möglichkeit ist es den MSC-Shuttlebus zu buchen. Dieser kostete bei unserer Kreuzfahrt 44 Euro pro Person. Die Fahrt nach Rom war mit 90 Minuten eingeplant. Die letzte Fahrt zurück zur MSC Splendida war anderthalb Stunden vor Abfahrt des Schiffes angesetzt. Unser Schiff startete, allerdings mit etwas Verspätung, da die Busse wohl für die Fahrt von der Stadt zurück zum Hafen etwas länger gebraucht hatten. Wenn sie es noch komfortabler haben wollen, können sie gleich eine Stadtrundfahrt bei MSC buchen. Allerdings sind diese nochmals deutlich teurer. Eine weitere Möglichkeit um von Civitavecchia nach Rom zu gelangen ist die Fahrt mit einem Grosstaxi. Ab 8 Personen wird ihnen eine Fahrt inklusive kurzer Stadtrundfahrt für 35 Euro pro Person angeboten. Doch wie bereits erwähnt, in Rom bewegen sie sich besser zu Fuss und mit der U-Bahn als mit dem Auto oder Taxi. Natürlich könnten sie sich auf ein Mietwagen leihen. Davon raten wir ihnen allerdings dringend ab, da es für Auswärtige sehr schwierig ist sich in Rom zurecht zu finden. Ausserdem kosten sie Staus sehr viel Zeit.

 

Nach Rom ging es zurück zum Ausgangshafen in Genua. Diesen erreichten wir um 9 Uhr. Nach dem Ausschiffen konnten wir unser Gepäck gegen 9:30 im Terminal in Empfang nehmen und durch die Zollkontrolle gehen. Da wir noch genügend Zeit hatten bis unser Zug Richtung Mailand abfuhr entschlossen wir uns den Weg zum Bahnhof zu Fuss zu gehen. Alternativ wären Taxis bereit gestanden. Für den Weg Bahnhof benötigten wir zu Fuss etwa 15 Minuten. Die Fahrt mit der Bahn nach Zürich verlief problemlos. Die Züge hatten keine Verspätung, so dass wir planmässig zuhause ankamen. Als Fazit kann festgehalten werden, dass uns die Fahrt mit der MSC Splendida sehr gut gefallen hat und wir dieses Kreuzfahrtschiff jederzeit wieder buchen würden, wenn ein gutes Angebot verfügbar ist. Ihnen wünschen wir eine spannende, erfahrungsreiche Kreuzfahrt ob mit der MSC Splendida oder einem anderen traumhaften Kreuzfahrtschiff.